Praxisorientierte BO-Tage der Klasse 8b – Berufe hautnah erleben
Vom 21. bis 25. September hatte die Klasse 8b der Nebenius Realschule die Gelegenheit, im Rahmen der praxisorientierten Berufsorientierungstage (BO-Tage) an der Bildungsakademie verschiedene Berufsfelder kennenzulernen und selbst aktiv zu werden.
In diesem Jahr standen die Berufe Glaser*in, Metallbauer*in und Zahntechniker*in sowie die generalistische Pflegeausbildung auf dem Programm. Dabei konnten die Schüler*innen nicht nur spannende Einblicke in die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche gewinnen, sondern auch ihr handwerkliches Geschick und ihre persönlichen Stärken unter Beweis stellen.
Kreativität und Fingerspitzengefühl waren im Bereich Glas gefragt. Mit großem Eifer wurde Glas geschnitten, eigene Motive wurden entworfen und anschließend mithilfe der Sandstrahltechnik auf das Glas übertragen. Am Ende entstanden wunderschöne kleine Regale, die durch ihre individuelle Gestaltung zu echten Unikaten wurden.
Im Metallbau ging es dagegen etwas robuster zur Sache. Anhand einer Skizze fertigten die Schüler*innen ihre eigenen Handyhalter an. Dafür musste gebohrt, gesägt, gefeilt und geschraubt werden. Die Bearbeitung des Werkstoffs Metall erwies sich dabei als gar nicht so einfach. Doch mit viel Geduld, Konzentration und Ausdauer meisterten alle die Herausforderung. Am Freitag konnte schließlich jede*r stolz das eigene Werkstück mit nach Hause nehmen.
Räumliches Vorstellungsvermögen und eine ruhige Hand waren in der Zahntechnik gefragt. Mithilfe eines Lötkolbens, Wachs und einer Gebissvorlage stellten die Schüler*innen Zahnfüllungen her. Diese filigrane Arbeit stellte manche vor besondere Herausforderungen. Doch genau darum geht es bei den Praxistagen: unterschiedliche Tätigkeiten ausprobieren, eigene Fähigkeiten entdecken und auch erkennen, welche Berufe weniger zu den persönlichen Interessen passen.
Besonders eindrucksvoll gestalteten sich auch die Einblicke in die generalistische Pflegeausbildung. Die Dozentin berichtete mit großer Begeisterung von ihrem Beruf und davon, wie erfüllend es sei, Menschen zu helfen und dabei so viel Dankbarkeit zu erfahren. Ihre Leidenschaft für die Pflege war regelrecht ansteckend: Einige Schüler*innen konnten sich anschließend sogar vorstellen, in diesem Bereich ein Praktikum zu absolvieren.
Natürlich blieb es auch hier nicht bei der Theorie. Ausgestattet mit Gewichten am Körper, Handschuhen und einer speziellen Brille konnten die Jugendlichen selbst erfahren, wie sich alltägliche Tätigkeiten wie Essen oder Schreiben im Alter anfühlen können. Darüber hinaus lernten sie verschiedene pflegerische Aufgaben kennen und übten beispielsweise, sich gegenseitig den Blutdruck zu messen.
Eine Woche voller neuer Erfahrungen und wertvoller Erkenntnisse ging damit zu Ende. Die Schüler*innen erhielten Einblicke in ganz unterschiedliche Berufsfelder, sammelten praktische Erfahrungen und gewannen neue Anregungen für ihre zukünftigen Praktika. Dabei entdeckten einige vielleicht sogar einen möglichen Traumberuf, während andere feststellen konnten, welche Tätigkeiten eher nicht zu ihnen passen. Vor allem aber hatten alle viel Freude am gemeinsamen Ausprobieren, Entdecken und Lernen. Ganz nebenbei wurde so ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur eigenen Berufswahl erreicht.






