OLWEUS – Programm gegen Mobbing

Das Olweus-Programm an der Nebenius Realschule

Seit dem Schuljahr 2016/17 nimmt unsere Schule am Olweus-Programm gegen Mobbing teil. Das Programm wurde vom norwegischen Psychologen Dan Olweus entwickelt. Eine Schule als sicherer Ort, an dem Mobbing nicht toleriert wird, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Sie ist das Resultat einer klaren Haltung und systematischen Umsetzung von Maßnahmen gegen Mobbing durch alle Beteiligten. Das Hauptziel des Programms ist Mobbing-Situationen zu reduzieren. Schüler und Lehrer erreichen dies gemeinsam durch die Einführung von vier Regeln gegen Mobbing. Durch regelmäßige Klassengespräche, Dokumentation von Vorfällen, eine gute Pausenaufsicht und regelmäßige Befragungen wird das Programm verinnerlicht. Anti-soziales Benehmen und Mobbing wird in unserer Schule nicht akzeptiert. Wir wollen Bedingungen schaffen, die sowohl Betroffenen als auch Tätern ein besseres Auskommen miteinander innerhalb und außerhalb der Schule möglich machen. Dies geschieht auf drei Ebenen:

I. Klassenebene
Einhaltung der vier Regeln gegen Mobbing, ausgehängt in allen Schulräumlichkeiten: 

  1. Wir werden andere Schüler nicht mobben. 
  2. Wir werden versuchen, Schülern, die gemobbt werden, zu helfen. 
  3. Wir werden uns Mühe geben, Schüler einzubeziehen, die leicht ausgegrenzt werden. 
  4. Ist uns bekannt, dass jemand gemobbt wird, werden wir dies einem Lehrer und zu Hause melden. 

Kein Schweigen über Probleme, die Schüler können/sollen jedem Lehrer über Vorkommnisse berichten. Regelmäßige Klassengespräche über Mobbing-Situationen finden statt. Es werden Lösungen erarbeitet, Empathie-Übungen gemacht, die SuS bekommen Lob für den Einsatz, Verbesserung des Klassenklimas durch kooperatives Lernen und thematisch bezogene Spiele wird erzielt, Konsequenzen für Täter und konkrete Hilfe für die Betroffene wird festgelegt (siehe persönliche Ebene).

II. Persönliche Ebene
Beim Verdacht auf Mobbing, zur Klärung der Situation und für die Sicherheit der betroffenen Schülern: 

  1. mehrmalige individuelle Gespräche mit den Betroffenen/Eltern. 
  2. Individuelle Gespräche mit den Tätern: Dokumentation und Festlegung von klaren Konsequenzen/ggf. Sanktionen nach dem Schulgesetz. 
  3. Intensive Beobachtung und Zusammenarbeit unter Klassenlehrer, Kollegen und Schulleitung.

III. Schulebene
Das Lehrerkollegium trifft sich in regelmäßigen Abständen. Dabei werden die Themen des Olweus-Programms durchgearbeitet, Methoden besprochen, schulinterne Konsequenz-Regeln für Täter erstellt und Lösungen für betroffene Schüler festgelegt. 

In unserer Schule macht sich das Olweus-Programm klar bemerkbar, unter anderem durch: Verstärkte Aufsicht auf dem Schulhof, große Bereitschaft der Lehrer/Schüler beim Mobbing-Verdacht sofort zu reagieren, Vermittlung von Sicherheit für alle Schüler, Dokumentation über Vorfälle/Pausenbuch, gute Zusammenarbeit zwischen Lehrer und Eltern, thematische Behandlung beim Elternabend, Verbesserung des Schulklimas durch gemeinsame Aktivitäten (Schulfeste, Fahrten, Kinotag, Ausflüge, Sport-, Musik- und Kunstwettbewerbe, ELSA).

Das Olweus-Programm ist von unabhängigen Experten empfohlen (u. a. EU-Kommission Brüssel und Landtag Baden-Württemberg). Quelle: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Olweus.138068.0.html

Es richtet sich an alle weiterführenden Schulen, wobei max. 30 Schulen aus ganz Baden-Württemberg in der Pilotphase am Olweus-Programm teilnehmen konnten. Eine erste Welle von 12 Schulen hat im Juli 2015 mit der Schülerbefragung zum Thema Mobbing begonnen. Seit dem Schuljahr 2015/2016 sind 9 der 12 Schulen dabei das Programm zu implementieren. Im Juli 2016 startete die zweite Welle mit weiteren 10 Schulen, die an der Schülerbefragung teilnahmen. Zum Schuljahr 2016/2017 wurde auch hier das Olweus Mobbing-Präventionsprogramm schrittwiese eingeführt.

Weitere Infos: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/

Der Bereich der Suchtpävention wird schwerpunktmäßig im Unterricht oder während der Zeitfenster behandelt. Hierzu nehmen z.B. unsere 7.Klässler an einem Erste-Hilfe-Kurs teil, in Kooperation mit der Polizei werden die Themen Gewalt und Drogen behandelt und im Bereich der Raucherprävention laden wir uns Experten der Thoraxklinik Heidelberg ein.